Was füttern wir, wie impfen wir??

Lange Zeit habe ich mit dem Thema Futter beschäftigt, weil sich unsere Sunny mindestens ein Mal pro Woche übergab, aus Überzeugung barfen wir unsere Hunde seit dem Jahr 2006 und haben keinerlei Probleme mehr, die Hunde sind kraftvoll, haben glänzendes Fell, sind begeistert von dem Futter und fressen das Frischfleisch viel lieber, setzen ausserdem nur sehr geringe Kotmengen ab, stinken nicht und haben weiße Zähne, ohne Beläge….. hier ein kleiner Artikel zum Thema:

Die artgerechte Ernährung für Hunde

von Irene Möller

Schon wieder Dosenravioli!!! Die gab es doch schon gestern und vorgestern und vorvorgestern! Wie langweilig! Wenn man sich jahrein, jahraus nur von Dosenravioli ernähren würde, wäre das nicht nur langweilig, sondern ungesund!

Um Ihren Hund möglichst artgerecht zu ernähren zu können, müssen Sie sich mit der Ernährung wilder Caniden auseinandersetzen.

1. Wie ernähren sich Wolf und Dingo?
2. Ist es realistisch, seinen Hund so naturnah wie möglich ernähren zu wollen?
3. Für welche Hunde ist eine artgerechte, rohe Ernährung geeignet?
4. Welche Vorteile bietet die artgerechte, rohe Ernährung?
5. Wie führt man die artgerechte, rohe Ernährung durch?

1. Wie ernähren sich Wolf und Dingo?

Caniden sind in erster Linie Carnivoren und in 2. Linie Allesfresser. D.h. in erster Linie fressen Carnivoren ganze Beutetiere. Juvenile Beutetiere werden komplett, mit Haut und Haaren, verspeist. Bei älteren Beutetieren hingegen bleiben mehr Überreste wie Schädel oder Röhrbeine übrig.

Man muss wissen, dass Caniden selten um Punkt 8 Uhr ihr Frühstück vorgesetzt bekommen. Deshalb haben sie erstaunliche Fähigkeiten: Sie können bis zu 20 kg Fleisch auf einmal fressen, dafür aber auch 14 Tage fasten – ohne Schaden zu nehmen! Zu Zeiten, in denen das Futterangebot nicht so üppig ist, ernähren sich Caniden auch von Beeren, die sie von Sträuchern abrebeln, Gräsern, Obst und was sie sonst noch so finden.

2. Ist es realistisch, seinen Hund so naturnah wie möglich ernähren zu wollen?

Natürlich können heute die wenigsten Hundebesitzer ihren Hunden ganze Beutetiere vorsetzen. Dennoch ist es möglich, einen Hund sehr naturnah zu ernähren.

Statt ihm Fertigfutter oder Selbstgekochtes vorzusetzen, können Sie ihren Hund mit rohem Fleisch und rohen (!!!) Knochen füttern. Dabei dürfen sämtliche Fleischsorten roh gefüttert werden – auch Geflügel! – bis auf rohes Schwein. Denn Schweinefleisch kann das Aujetzky-Virus in sich haben. Uns Menschen macht dieses Virus nichts aus; Hunde können jedoch innerhalb von 2 – 3 Tagen jämmerlich daran sterben.

Um sicher zu gehen, dass man möglichst viele Nährstoffe abdeckt, füttert Sie dem Hund noch einen leckeren Gemüsebrei. Dabei wird der Mageninhalt eines Beutetieres nachempfunden. Das Gemüse muss püriert (oder Kräuter getrocknet) sein, damit der Hundemagen die Nährstoffe aufnehmen kann. Hunden fehlen nämlich die Enzyme, die nötig sind, um Cellulose aufzuspalten.

Den Gemüsebrei kann man entweder mit Fleisch oder einem rohen Ei oder Quark/Hüttenkäse/Joghurt verfeinern. Zudem kann man ein wenig hochwertiges, kaltgepresstes Öl und Kräuter zusetzen. Fertig ist die Mahlzeit!

Keine Angst! Der Hund wird, wenn Sie ihn so abwechslungsreich wie möglich ernähren, keine Mangelerscheinung erleiden. Wie gesagt: Caniden können 14 Tage lang ganz ohne Nahrung auskommen, ohne körperlichen Schaden zu nehmen. Man sollte die Hundenahrung innerhalb von 4 Wochen ausgewogen gestalten. Lediglich das Calcium/Phosphor-Verhältnis sollte stimmen, das bei 1,2: 1 liegen soll.

3. Für welche Hunde ist eine artgerechte, rohe Ernährung geeignet?

Die artgerechte, rohe Ernährung ist für jeden Hund geeignet. Egal, ob es sich um tragende Mutterhündinnen handelt, oder, ob die Hündin säugt; auch für Welpen oder sportlich aktive Hunde. Ebenso für alte Hunde.

Man muss natürlich etwas in der Zusammensetzung der Hundenahrung variieren, aber das ist kein Hexenwerk.

4. Welche Vorteile bietet die artgerechte, rohe Ernährung?

Starke Bänder und Sehnen
Bessere Muskulatur
Erleichterung bei arthritischen Erkrankungen
Schönes, gesundes Fell und kräftigere Krallen
Kein Zahnstein und kein Mundgeruch
Magendrehungsrisiko ist zum großen Teil sehr viel kleiner
Weniger Wachstumsprobleme
Kein typischer Hundegeruch
Weniger Parasiten
Kleinere Kotmengen

5. Wie führt man die artgerechte, rohe Ernährung durch?

Am Anfang ist es für Sie am wichtigesten, alles gut durchzuorganisieren.

Wo bekomme ich das Fleisch her?
Wieviel benötige ich in welchem Zeitraum?
Wie kriege ich es logistisch am besten unter?
Wie arbeite ich am rationellsten, d. h., dass ich am wenigsten Aufwand damit habe?

Zur Fütterung selber könnten Sie sich folgendes überlegen:

Welche Tagesmenge benötigt der Hund?
Welches Fleisch oder Gemüse darf er fressen?
Welche Zusätze brauche ich?

Fleisch bekommt man entweder in Shops, “bocarni”, “Futterfundgrube”, “petsfrost” ,beim Metzger oder in Schlachtereien. Am besten nehmen Sie eine größere Menge (so es die Gefriertruhe will) und frieren es portionsweise ein. D. h., dass man z. B. einmal im Vierteljahr für 2 – 3 Stunden mit Eintüten beschäftigt ist.

Das hat sich als sehr rationell herausgestellt, denn Sie müssen abends nur daran denken, die Futterportion für den nächsten Tag aufzutauen.

Das Gemüse pürieren Sie am besten in einem Standmixer. Dazu müssen Sie es nur grob klein schneiden und in den Mixer ein wenig Wasser hinzufügen. In einer halben Minute ist das Gemüse püriert! Es kann angerichtet werden! Der Aufwand für die artgerechte, rohe Ernährung ist also gar nicht so aufwändig, wie man zunächst denken mag!

Die Tagesmenge für den Hund kann man wie folgt berechnet:

Man rechnet 2 – 4 % vom gewünschten Endgewicht des Hundes, d. h, ein 20 kg schwerer Hund bekommt 400 g – 800 g Nahrung, davon etwa 60 – 80 % rohe, fleischige Knochen und 40 – 20% püriertes Obst oder Gemüse plus einige Zusätze.

Folgende Fleischsorten können gefüttert werden:

knorpeligen Knochen, Brustbein, Sandknochen, Hühnchen, Pute, Rind, Pferd, Lamm, Fisch, Wild, Kaninchen füttern, auch deren Innereien, wobei beim Pansen und beim Blättermagen zu beachten ist, dass sie “grün” sind.

Folgende Gemüsesorten sind gut geeignet:

An Gemüse kann man hauptsächlich Blattsalate, Spinat, Löwenzahn und frische Wiesen- und Gartenkräuter füttern, Wurzelgemüse, Zucchini, Kürbis, Gurke, Rote Beete. Bei Nachtschattengewächsen wie Paprika und Tomaten sollte man sich mengenmäßig etwas zurückhalten, da sie den giftigen Stoff Solanin enthalten.

Günstigenfalls verfüttert man 50% von dem, was über der Erde wächst und 50% von dem, was unter der Erde wächst in einer Gemüse-Mahlzeit.

Nicht gefüttert werden darf:

Zwiebel und Avocados. Sie sind giftig für Hunde.

An Zusätzen kann man ins Gemüse geben:

Kräuter (frisch oder getrocknet), Knoblauch, Kokosflocken, hochwertige, kaltgepresste Öle, Ingwer, Seealgen oder Bierhefe.

Möchten Sie Ihren Hund auf die artgerechte, rohe Ernährung umstellen, ist es ratsam, ihn 1- 2 Tage fasten zu lassen. So ist gewährleistet, dass das restliche Fertigfutter im Hund verdaut und wieder nach draußen befördert wurde und Verdauungsprobleme verhindert werden können.

Möglicherweise weiß Ihr Hund zunächst nicht, was er mit dem Frischfutter anfangen soll. Das ist aber relativ normal und solle einen nicht abschrecken, dem Hund erst einmal Zeit zu lassen, sich an das neue Futter zu gewöhnen.

Sollten Sie Probleme mit der Umstellung auf die artgerechte, rohe Ernährung haben, zögern Sie nicht, trauen sie sich einfach nachzufragen.

IMPFEN???

Das übliche Schema F wird wie folgt empfohlen und seit Jahren so gehandhabt, aber mittlerweilegint es mehrere Artikel auch vom VDH , die das Ganze in Frage stellen:

Welpe wird mit 8, 12 und 16 Wochen geimpft, um dann noch einmal nach 12 Monaten das ganze zu wiederholen.
WARUM??
Das kann man sehr schnell überall ( selbst auf der Seite der Pharmahersteller nachlesen) Staupe (S), Hepatitis (H), sowie Parvovirose (P) & Leptospirose (L) -kurz SHPL- werden deshalb so oft im Abstand von 4 Wochen verabreicht, damit der größt mögliche, aber wiederum auch nicht zu große Abstand und Zeitraum abgedeckt wird, in dem die Impfung GREIFEN KANN!!
Was heißt das?
Ein Welpe bekommt von Natur aus Antikörper über die Muttermilch verabreicht und ist somit die ersten Wochen Immun gegen diese Krankheiten (auch da gibt es Ausnahmen). Wie viele der Antikörper vorhanden sind und wie lange diese halten, lässt sich durch eine Blutuntersuchung – eine sogenannte Titerbestimmung – messen. Dadurch wird die Konzentration der Antikörper bestimmt und eine ‘ungefähre’ Schutzdauer ersichtlich.
Anhand dieses Wertes, lässt sich also ermitteln WANN der Welpe bereit für eine Impfung ist, WANN sie WIRKLICH notwendig ist und nicht wie bei Schema F, das man Chemie in Massen alle vier Wochen in den Hund schüttet und somit HOFFT die Zeit zu erwischen, wenn der Hund bereit dafür ist.

Teilweise kenne ich Menschen die Panisch darauf reagieren, wenn sie ihr Tier nicht geimpft bekommen und auch nicht alle vier Wochen impfen gehen können. Sie denken sie würden etwas wichtiges verpassen, das sie nicht mehr nachholen können, das ist aber absolut falsch!

Mit einem Titertest, wird der bestmögliche Zeitpunkt ermittelt und unnötige Impfungen vermieden. Auch stehe ich dem Impfmittel der Leptospirose SEHR kritisch gegenüber und impfe es gar nicht mehr.
Der hiesige Impfstoff schützt NUR gegen zwei der insgesamt 200 krankheitsauslösenden Leptospiren!! Ein Tropfen auf den heißen Stein und eine der Nebenwirkungsträchtigsten Impfungen die es gibt. Die Impfung kann sogar Epilepsie auslösen!!

Deshalb lassen wir den Welpen in der 7. Woche Blut nehmen und bestimmen so den richtigen Impfzeitpunkt, erfahrungsgemäss war dieser dann immer zwischen der 12. und 16. Lebenswoche, und dann nur einmal gegen SHP als Einzelimpfstoff (keine Lepto) und impfen auch KEINE Tollwut mehr im ersten Lebensjahr und dann nur alle drei Jahre.
SHP ist nachweislich -mind. 8 Jahre- ausreichend schützend, deshalb testen wir nach 6 Jahren wieder den Titer unserer Hunde und impfen NACH BEDARF niemals einfach auf GUT GLÜCK!!

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